Junge Kostümbildner

Unsere Schüler fertigen Hüte und Masken für die "Nacht in Venedig"

Modistin Anja Loos (Mitte), Kostüm-Profi Simone Sommer (3.v.r.), Schulleiter Werner Hacker (5.v.r.), Lehrerinnen Andrea Engels (4.v.l.) und Birgit Stromer (3.v.l.)

Wie kann man junge Menschen an die Welt der Operette heranführen? Wie kann man ihnen das Musiktheater "schmackhaft" machen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das grenzüberschreitende Projekt "JUMUM" (Jugend-Musik-Museum), das gemeinsam von den drei "Operetten-Hochburgen" Bad Ischl in Österreich, Selje in Slowenien und Eggenfelden durchgeführt wird. Im Gotischen Kasten in Gern ist dazu derzeit auch eine Ausstellung aufgebaut, in deren Rahmen die Geschichte der Operette erzählt wird.

 

Doch: "Grau ist alle Theorie", heißt es, und gerade in der Operette kommt es auf die Farbe an, nicht zuletzt beim Bühnenbild und bei den Kostümen. Im Rahmen des JUMUM-Projektes beschäftigten sich Kinder der Johannes-Still-Schule in Eggenfelden deshalb mit dem Thema "Operette" und zwar ganz besonders mit der "Nacht in Venedig", deren Inszenierung demnächst am Theater an der Rott Premiere feiern kann. Zu einer bunten Operette braucht man natürlich auch viele bunte, opulent gestaltete Ausstattungsdetails und genau diese wurden von den Buben und Mädchen der fünften bis neunten Klasse erarbeitet. 

Bereit für den Maskenball: Lehrerin Karin Schiewitz (2.v.r.) und ihre Kollegin Andrea Camara (links) bewundern die venezianischen Masken, die von den Kindern hergestellt wurden.

Eine ganze Palette von Farben, dazu viele Ideen voller Phantasie und die Unterstützung nicht nur durch die Lehrerinnen, sondern auch durch die Kostümbildnerin des Theaters an der Rott, Simone Sommer und der Modistin, also Hutmacherin Anja Loos: Diese bunte Mixtur führte zu ebenso bunten Ergebnissen, die sich wirklich sehen lassen können. Da entstanden venezianische Masken, fast schon wie von der Rialto-Brücke, und es wurden Hüte hergestellt, mit denen ihre Träger wohl selbst beim Pferderennen in Ascot noch für Aufmerksamkeit sorgen würden.

 

"Es hat riesigen Spaß gemacht, mit den Kindern etwas entstehen zu lassen", sagte Kostümbildnerin Simone Sommer zum Ende der Aktion. Und auch Anja Loos war begeistert davon, dass sich die Kinder mit viel Engagement an die Arbeit machten.

 

Was die Kinder besonders freut: Die Masken und Hüte werden nicht in einem Schaukasten der Schule verstauben, sondern sie werden einem breiten Publikum präsentiert. Schon bald werden sie die Schaufenster von Eggenfeldener Geschäften schmücken.

(Quelle: PNP vom 23.2.2012, Fotos: Kreiblich)

Bis Anfang April sind die Masken im gotischen Kasten in Gern zu bewundern.