Menschenrechte - Religionsfreiheit

Besuch der israelitischen Kultusgemeinde in Straubing

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht im Artikel 18:

 

„Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“

 

Dieses Recht wurde in Deutschland, wie auch in anderen Ländern (heute noch), mit Füßen getreten. Um die Religion von anderen und das daraus resultierende Verhalten verstehen zu können, sollte sich jeder mit den verschiedenen Religionen auseinandersetzen und sie zumindest in ihren Grundlagen kennenlernen.

So beschäftigten sich die Schüler/innen der Klassen 8/9 und 9 mit dem Judentum und der Geschichte der Juden. Groß war das Staunen über die Erkenntnisse, dass Jesus selbst Jude war, wir sehr viel mit diesem Glauben gemeinsam haben und dass Judentum nichts mit der Nationalität zu tun hat. Besonders interessant war die Fahrt zur Israelitischen Kultusgemeinde in Straubing am 14. Mai 2014. Hier erfuhren wir alle von Herrn Scharrer viel über das Leben der Juden in Straubing, die Situation zur Zeit des Nationalsozialismus und dem jetzigen Gemeindeleben.

Wichtige Gegenstände durften wir „hautnah“ besichtigen.

An was können wir eine Synagoge erkennen, das erläuterte uns Herr Scharrer vor der Synagoge und – in vielen Orten wird das Leben von Juden auch heute noch bedroht. 

Vor der Synagoge berichtete Herr Scharrer über die Aktion „Stolpersteine“. Stolpersteine sollen an die Verbrecher der NS-Zeit erinnern: vor Häusern, in denen Opfer der Nationalsozialisten gelebt hatten und auf Grund ihrer Überzeugung verhaftet, in KZs gebracht und/oder ermordet wurden, werden Erinnerungssteine in den Gehsteig eingelassen.

(Bild und Text: Weißhartinger)