Auf den Hund gekommen...

… ist die Johannes-Still-Schule – und das im positiven Sinn – durch die beiden Hundedamen Lilly und Jessy. Frau Kettl, als Fachlehrerin in vielen Klassen eingesetzt, kommt seit nunmehr zwei Jahren in Begleitung der gutmütigen Hundedame Lilly und seit gut einem Jahr mit einer weiteren Begleitung, der kleinen und lebhaften Jessy, in die Schule. Nachdem die formale Voraussetzung wie die Einwilligung des Schulleiters erfüllt war, testierte eine anerkannte Hundeexpertin, dass die Hunde von ihrem Wesen geeignet sind, inmitten einer Schar von Kindern Ruhe zu bewahren und Ruhe auszustrahlen. Eine Fortbildung für Besitzer von Schulhunden rundete die Vorbereitung ab.

Zwei, die sich verstehen.

In freier Interaktion wirkt sich schon die bloße Anwesenheit der beiden positiv aus. Frau Kettl schildert, dass  Bitten an die Schüler wie „Sei bitte leise - Stelle dich leise an - Halte für Jessy/Lilly die Türe auf“ von den Schülern ganz selbstverständlich und - weil sie es ja für die Hunde machen - gerne angenommen werden. Das Einhalten von festen Regeln – Der Hund hat einen festen Platz, an dem er nicht gestört werden will –leuchtet den Schülern unmittelbar ein. Die Rücksichtnahme auf die Hunde  überträgt sich ganz beiläufig auch auf den Umgang mit den Mitschülern.

Dass die Hunde bei besonderen Anlässen wie Wandertag und Ausflügen dabei sind, ist selbstverständlich. In gelenkten Interaktionen lernen die Kinder wie es geht, den Hund richtig zu führen oder zu streicheln. „Mal Spazieren gehen, mit Lilly oder Jessy, kurz spielen oder kuscheln, weckt ungeglaubte Motivation bei vielen Kindern“, weiß Frau Kettl zu berichten.
Für die Schüler gehören die drei zusammen. Und wenn einmal einer der Hunde einen Tag Pause braucht, kommt von den Schülern gleich die Frage:„Oh, wo ist denn heute Jessy/Lilly?“

Zum Schluss noch eine „Hundeweisheit“:
Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.

(Bild: Kettl / Text: Weigand)